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Malteser Wallfahrten

Besonderes Glaubenserlebnis

Malteser Wallfahrt nach Lourdes erfolgreich beendet, Pilger voller Eindrücke zurück

24.03.2016
Höhepunkt der 36. Malteser Familienwallfahrt war die Palmsonntagsliturgie vor der Rosenkranz-Basilika. Die Zeremonie wurde angeführt von (v.l.) Weihbischof Hubert Berenbrinker und Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg. Foto: Viron
720 Pilgerinnen und Pilger aus der Erzdiözese Paderborn waren in diesem Jahr in Lourdes mit dabei. Foto: Malteser/Kaiser

Paderborn/Lourdes. Die Pilger sind zurück: 720 Wallfahrer aus der Erzdiözese Paderborn waren vom 17. bis 23. März mit den Maltesern im südfranzösischen Lourdes unterwegs. Mit nach Hause nehmen sie ebenso genügend Wasser von der Quelle an der Grotte, an der im Jahr 1858 dem Bauernmädchen Bernadette Soubirous die Mutter Gottes erschienen ist, wie auch viele Eindrücke, Glaubenserlebnisse – und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.

Eingerahmt vom großen Gottesdienst auf der Hinfahrt im Dom zu Trier und dem Abschlussgottesdienst in der Kirche Maria Himmelfahrt in Köln lagen fünf intensive Tage. Ein langer Pilgerzug mit 15 Waggons hatte sich in der Woche vor Palmsonntag zur 36. Familienwallfahrt nach Lourdes im Süden Frankreichs aufgemacht. Das Gros der Wallfahrer war wieder mit dem Zug unterwegs, darüber hinaus machten sich auch 125 Flugpilger auf den Weg. Im Zug fuhren 50 pflegebedürftige Pilger mit, die durch den Lourdes-Krankendienst des Malteser Ordens betreut wurden. Es war die Mischung aus Gebeten, Gesängen und guten Gesprächen, die die Pilger schon auf der Hinfahrt zu einer großen Gemeinschaft zusammenschweißte. Nach 28 Stunden traf der Sonderzug in einem frühlingshaft sonnigen Lourdes an.

Barmherzig wie der Vater

Die Pilger aus der Erzdiözese Paderborn waren wie so oft die erste große Wallfahrer-Gruppe am Heiligtum. Zur Eröffnung der Wallfahrt schritten die Pilger durch das „Tor der Barmherzigkeit“, das an das von Papst Franziskus ausgerufene heilige Jahr der Barmherzigkeit anknüpft. Anschließend zogen die Pilger weiter zur Rosenkranz-Basilika und feierten den Eröffnungsgottesdienst.

Zum umfangreichen Rahmenprogramm gehörten Gottesdienste, Andachten, Lichter-Prozessionen – und natürlich Besuche der Grotte, deren Außenlagen gerade erst neu gestaltet worden waren. Höhepunkt der Malteser Wallfahrt war die internationale Palmsonntagsmesse; insbesondere für 18 mitgereiste Jugendliche war sie ein besonderes Erlebnis: Vor mehreren tausend Wallfahrern aus aller Welt gestalteten sie das Passionsspiel. Dies wurde live im Internet übertragen und kann in der Mediathek von Lourdes TV unter http://de.lourdes-france.org abgerufen werden. Neben der Besinnung und dem Gebet standen auch Stadtrundgänge und Ausflüge in die nahen Pyrenäen oder in eine Tropfsteinhöhle auf dem Programm.

Aus Tradition heraus modern

Aus Tradition heraus modern – so kann man die Malteser Wallfahrt nach Lourdes beschreiben. Klassische Elemente der Marienverehrung mit einer an der Lebenswelt jüngerer und älterer Menschen orientierten Ansprache. Und so gab es auch für die 125 mitgereisten Jugendlichen ein umfangreiches Programm: Neben dem begleiteten Beschreiten des Kreuzwegs, gab es eine Stadtrally und einen speziellen Bußgottesdienst. Der Besuch des Cenacolo zeigte den jungen Pilgern, wie das Leben in der Gemeinschaft aus dem Glauben heraus helfen kann: dort leben junge Menschen, die persönliche Krisensituationen erlebt haben und das eigene Leben sortieren und einen Neubeginn wagen möchten. Wie schon im vergangenen Jahr bildeten die Firmlinge aus Delbrück mit 42 Teilnehmern die größte Gruppe.

Großes Lob gab es sowohl für die professionelle Organisation durch den Malteser Hilfsdienst, als auch für die intensive Betreuung durch die mitgereisten Geistlichen. Begleitet wurde die Gruppe unter anderem von Weihbischof Hubert Berenbrinker, der bereits zum vierten Mal mit dabei war, und Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg, Diözesanseelsorger der Malteser im Erzbistum Paderborn. Sie waren jederzeit engagiert, präsent und für die Pilger ansprechbar.

Begleitet wurden die Wallfahrer auch in diesem Jahr durch die Musikgruppe um Walter Müller aus Lichtenau. Und so war das gemeinsame Singen wieder ein verbindendes Element, das die Pilger noch enger als Gruppe zusammenbrachte.

Für die Organisatoren des Malteser Hilfsdienstes ging es nach dem Auspacken erst einmal in die Diözesangeschäftsstelle in Paderborn. Denn: Nach der Wallfahrt ist vor der Wallfahrt. Sonderzug und Flugzeug für die 37. Wallfahrt müssen frühzeitig organisiert werden. Diese wird vom 6. bis 12. April 2017 stattfinden. Anmeldungen sind schon möglich unter Tel. 05251 /135555 und wallfahrten(at)malteser-paderborn(dot)de.

Mehr als fünf Millionen Menschen pilgern Jahr für Jahr nach Lourdes, dem größten europäischen Wallfahrtsort. Im Jahre 2008 haben die Malteser die Organisation der Familienwallfahrt im Erzbistum Paderborn übernommen. Die Malteser, das sind derzeit rund 3.000 aktive, 2.000 passive sowie 55.000 Fördermitglieder in der Erzdiözese. Betreut werden sie in 38 Stadt- und Ortsgliederungen von der Diözesangeschäftsstelle in Paderborn. Diese hat auch die Lourdes Wallfahrt organisiert. Dazu gibt es eine eigene Gruppe, für die Thomas Ohm als Wallfahrtsleiter sowie Franz Anton Becker als Geschäftsführer verantwortlich zeichnen. Neben ihnen als ehrenamtlichen Organisatoren war auch das Paderborner Ehepaar Michaela und Winfried Pankoke wieder maßgeblich involviert.

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