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Malteser Wallfahrten

600 junge Pilger in Werl „350 Jahre Wallfahrt Werl“

Sie kamen zu Fuß, per Fahrrad oder per Inliner. 600 Jugendliche und junge Erwachsene pilgerten am frühen Sonntagmorgen bei der ersten Jugendwallfahrt.

01.07.2011
600 Jahre Lourdes
600 Jahre Lourdes

„Maryline“ des Bundes der Deutschen katholischen Jugend nach Werl 2011. Die katholischen Jugendverbände im Erzbistum Paderborn hatten anlässlich des Jubiläums „350 Jahre Wallfahrt Werl“ zu dem gemeinsamen Pilgerweg zum Marien-Gnadenbild geladen.
 
Zu einem gemeinsamen Treffen und zur Eröffnung der Wallfahrt waren gut 300 Pilger aus dem gesamten Erzbistum Paderborn am Freitagabend am „Marypoint“ im Ernst-Barlach-Gymnasium in Unna zusammengekommen. Wo normalerweise Unnas Schüler für die Abiturprüfungen pauken, wurden Schlafsäcke, Kofferradio, und Kartenspiele ausgepackt. Dicht an dicht lagen die Jugendlichen in Klassenzimmern, der Aula und der kleinen Turnhalle.
 
„Wir sind mit dem Firmunterricht und einer Gruppe von 24 Leuten hier“, erzählten Florian, Jan und Bastian aus Hellefeld im Sauerland, die sich mit einem Kartenspiel die Zeit in der Turnhalle vertrieben. Für die drei Jungs ging es Samstagmorgen zu Fuß zum Wallfahrtstreffpunkt in Werl. Viel Schlaf sollte aber keiner der jungen Pilger bekommen, denn für sie war schon um 5 Uhr Aufstehen angesagt. Doch bevor es im Morgengrauen Richtung Werl ging, gab es am Vorabend noch ein buntes Programm. Auf dem Schulhof des EBG wurde mit deftiger Linsensuppe für die leibliche Verpflegung gesorgt. Vor dem Haupteingang hatte die Deutsche katholische Pfadfinderschaft St. Georg ihre Zelte aufgeschlagen.
 
Am Lagerfeuer wurden Stockbrot gebacken und Lieder angestimmt. „Die Kinder erleben anhand der verschiedenen Angebote, was katholische Verbandsarbeit bedeutet“, erzählt Dirk Lankowski, Referent des Bundes deutscher katholischer Jugend. Neben den verschiedenen Mitmachaktionen sorgten die zwei Nachwuchsbands „Herr Müller“ aus Gütersloh und „Jeiel“ aus Düsseldorf für Livemusik. Mit einem gemeinsamen Abendgebet in der Dreifach-Turnhalle endete schließlich der Abend. Am Samstagmorgen wurden die Pilger in Bussen zu den verschiedenen Startpunkten der Wallfahrt gebracht. Mit dem Fahrrad von Unna aus, mit den Inlinern von Werl und zu Fuß von unterschiedlichen Dörfern in Werl legten die Teilnehmer in Kleingruppen den Weg nach Werl zurück. Nach einem gemeinsamen Frühstück in der Werler Stadthalle ging es für alle Pilger zur Basilika mit dem Marien-Gnadenbild in Werl. Dort bildete ein stimmungsvoller Gottesdienst den Schlusspunkt der Wallfahrt. Zu einer Wallfahrt gehört die Erfahrung von Gemeinschaft unterwegs, die zeigt, dass wir als Glaubende und Suchende nicht allein sind.Sagte Weihbischof Matthias König beim Gottesdienst in der vollbestzten Basilika. 

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