Kleinenberg Wallfahrtskirche
Die Wallfahrtskirche
An Maria Geburt zur Muttergottes vom Berge. Die Wallfahrt dient auch als Nachtreffen des Pilgerdienstes zur vorösterlichen Lourdes-Wallfahrt.Die Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“ mit dem Gnadenbild der „Helferin vom Berge“ ist ein kulturelles und religiöses Juwel im Paderborner Land. Pilger erfreuen sich an der wunderschönen Barockkirche, auch wenn sie nicht mit bayrischen Barockkirchen konkurrieren kann. Nach dem Volksmund war die Erscheinung des Gnadenbildes Anlass zur Entstehung der Wallfahrt. Nachfolger der ersten Kirche ist seit 1742 der heutige mindestens 4. Bau des Rietberger Barockbaumeisters Franz Christoph Nagel aus Paderborn. Das Besondere ist der nur innen sichtbare kuppelförmige Aufbau über dem Kirchenschiff, der durch alte Malerei besticht. Die Figuren schuf Joh. Philipp Pütt aus Paderborn. Den Abschluss der Bauarbeiten bildete das 1758 in Sandstein ausgeführte vorgeblendete Westportal (mit Spruchkartuschen und Jahreszahlen), weil der Schlagregen den Kalkputz abwusch.
Von Mai bis Oktober kommen, vor allem an den Hauptfesten Mariä Heimsuchung (Sonntage nach 2. Juli) und Mariä Geburt (nach 8. Sept.), tausende Pilger, samstags vorher ist Lichterprozession vom Muttergottes-Brunnen aus zur Wallfahrtskirche. Das weiträumige Wallfahrtsgelände erstreckt sich über Kreuzwegallee und Rosenkranzweg zum Brunnen mit Lourdesgrotte und Goldfischteich - Pilger schöpfen hier viel Wasser und sehr viel Kraft.
Vom Hauptportal der Wallfahrtskirche verläuft die Kreuzwegallee leicht bergan zum 350 m entfernten imposanten Hohen Kreuz. Zum Muttergottesbrunnen überqueren Sie die Straße und gehen ca. 300 m weiter durch die Brunnenallee und Rosenkranzweg - Pilger ohne Erfahrung des Rosenkranzbetens können dazu eine kleine Broschüre (ausgelegt in Wallfahrtskirche / Muttergottesbrunnen) zur Hilfe nehmen. Vom Rosenkranzweg aus genießen Sie auch den herrlichen Panoramablick in die Kleinenberger Auenlandschaft.
Ca. 100 m bergan westlich der B68 finden Sie bei der Wallfahrtskirche Toiletten und Parkplätze sowie Busparkplätze in unmittelbarer Nähe.
Das Wasser machts … sagen manche
Die überwiegend naturbelassenen Wege sind Rollstuhl- und Kinderwagengerecht. Vom Parkplatz am Brunnen (bei der Scheune) können PKW-Fahrer und Wasserträger kurzwegig zum Brunnen gelangen. Pilger genießen den Blick in die westliche Auenlandschaft der Kleinenberger Mulde und erholen sich gern im malerischen Wallfahrtsgelände, besuchen vor allem den beschaulichen, idyllischen Brunnenbereich, einen Kraftplatz, der zu Ruhe und Zwiesprache mit dem Schöpfer einlädt. Zahlreich ranken sich Geschichten um die Brunnen (Jahreszahl 1678) und Goldfischteich speisende Quelle. Viele Pilger sprechen dem Wasser besondere Kräfte zu und holen es heim. Hier am Muttergottes-Brunnen kann man sich entspannen und so, unserem Leitgedanken gemäß, Freiraum für die Seele besonders ausgiebig genießen. Die kleine Brunnenkapelle mit Pieta und dahinterliegender Lourdesgrotte geben dem Platz einen weiteren, ganz besonderen Reiz. Die Anlagen am Muttergottes-Brunnen entstammen dem Ende des 19./Anfang 20. Jh. Doch Pfarrer Leifferen (1721 – 1779) hat schon vor über 250 Jahren beide Kirchen sowie die Kreuzwegallee in Not- und Kriegszeit errichtet und damit die Marienverehrung gefestigt. Die Ursprünge unseres heutigen Mysterienspiels „MARIA“ (in diesem Jahr am 2.+ 3. 7. 2010 gewesen, Freitag und Samstag vor dem Fest Mariä Heimsuchung) entstammen ursprünglich auch seiner damaligen Initiative, als er Pilger durch Passionsspiele anlocken wollte, um ihnen die heilige Schrift besser erschließen zu können.
Die Wallfahrt zur Muttergottes vom Berge startete gegen 9:45 Uhr mit einer Prozession der Gemeinde, der örtlichen Vereine und der Malteserpilger von der Pfarrkirche St. Cyriakus zur Wallfahrtskirche. Der Festgottesdienst um 10 Uhr wird von der Musikgruppe des Pilgerdienstes mitgestaltet und findet in einer Prozession zum Hohen Kreuz seinen Abschluss.
Beim anschließenden Mittagessen im Pfarrheim oder in der Schützenhalle, zubereitet durch die Feldküche der Malteser Altenbeken-Buke, berichteten Mitglieder des Pilgerdienstes von der letzten vorösterlichen Lourdes-Wallfahrt und werben für die nächste Pilgerreise nach Lourdes im Folgejahr.
Nach Kaffee und Kuchen, vorbereitet durch die örtliche kfd-Gruppe, endete die Wallfahrt mit einer Andacht bei der Kleinenberger Lourdes-Grotte. Den Sanitätsdienst leisten traditionsgemäß die Malteser aus Brakel.
Information und Anmeldung:
05251/1355-18





