Informationen zum Mittergottes-Brunnen
Lourdes Madonna der Brunnenkapelle
Der Teich am Muttergottes-Brunnen ist in der Anlage schon alt, doch erst ab Ende des 19 Jh. schaffte man die heutige Form. 1898 hat Pfarrer Carl Tempel /1893-1913 die 4 x 4m große Brunnenkapelle für die Statue der Lourdes Madonna errichten lassen, gesponsert von einem Kleinenberger Müllergesellen.Nur durch Einzäunen des Geländes konnte man es sicher von der umgebenden Kuhweide trennen um auch den Teich herzurichten. Pastor Heinemann fasste in den 30er die Quelle zu Füßen der Brunnenkapelle und leitete das Wasser in einen ehemaligen Táufstein, den er hier „aus dem Sumpf gezogen“ hatte. (Inschrift Anno 1678). Aus dessen 5 Wasserspeiern fließt das seit Menschengedenken nicht versiegende frische Quellwasser in den umgebenden Bassin, von wo es dann zu 3 Wasserspeiern im Teich gerführt wird. Heinemann wollte das Gelände durch eine der Lourdesgrotte nachempfundene Andachtsstätte aufwerten. Zielstrebig ließ er schon zu Anfang seines Wirkens 1914 hinter der Brunnenkapelle einen Einschnitt in den tiefrotfarbenen hier ausstreichenden Gaultsandstein des Eichenberges treiben. Bewohner konnten hier Baumaterial für den Hausbau holen. Kundige Augen erkennen heute noch im Ort die damals hier gebrochenen Steine.
Heinemann entnahm die vorhandene Lourdes Madonna der Brunnenkapelle und stellte sie in die neue Grotte des Teileinschnitts, für den freiggewordenen Platz in der Brunnenkapelle beschaffte er eine neue Figur, die Pietam, die Schmerzensmutter mit dem toten Sohn auf dem Schoß (Resauration 2004). An dieser Stelle wurde seit der Einweihung 1921 der Gefallenen gedacht. Mit dem Bau der Teichsperrmauer nach dem II. Weltkrieg und der kelchförmigen Erweiterung des Goldfischteiches sowie der Marienfigur im Teich ergab sich die heutige Situation.
Zum Heimsuchungsfest 2001 wurde die Lourdesmadonna farblich neu gefasst und erfreut die Pilger in ihrem neuen Kleid. Zahlreich finden sich diese an dem lauschigen Platz zu einem stillen Gebet ein, zum Abbrennen einer Kerze und zu einer Zwiespache mit Gott und Maria. Kerzen brennen vor dem Bild der Gottesmutter und Blumen zeugen von der besonderen Verehrung und Dankbarkeit der Menschen.
Der Mittergottes-Brunnen lädt Wallfahrer und Spaziergänger zum Verweilen und Abschalten vom Alltagstrubel ein, getreu dem Kleinenberger Motto „Freiraum für die Seele“. Viele Besucher schwören auch heute noch auf die besondere Wirkamkeit des Wassers, in den 30er Jahren als „Augenbrunnen“ bekannt, von dem einige Geschichten erzählt werden. Im Umfeld fühlen empfindsame Menschen eine sehr intensive Erdstrahlung. In der Stelle des lauschigen Platzes dankt man für Hilfe und Erhörung im Gebet. Hier kann man abschalten, die Seele baumeln und nur Gottes Natur auf sich wirken lassen und so Erholung und Kraft schöpfen. Wenn Besucher uns bei der Unterhaltung des Geländes unterstützen, sind wir sehr dankbar! Fleißige Helfer haben auch 2008 eine strammme Arbeitsleistung vollbracht.
Brunnenallee–Rosenkranzweg
Die Brunnenallee wurde 1915 durch Pastor Heinemann unter Mithilfe der Schulkinder und durch die Baumspende der St. Sabastian Schützenbruderschaft mit Ulmen bepflanzt, doch ab 1985 wurden Bäume vom Ulmensplintkäfer stark befallen und man musste in der Folgezeit neue widerstandsfähigere Linden anpflanzen. Der neue Rosenkranzweg ist Mai 2006 von Pfarrer Vollmer eingeweiht worden.
Pfarrer im Wallfahrtsort Kleinenberg
1721 – 1779 Heinrich Winnimar Leifferen (Erbau. Wallf.k.)
1780 – 1828 Joseph Hueck (Neffe Leifferen, Kleinenberg)
1829 – 1956 Joseph Lengeling (*Elsen)
1856 – 1883 Franz-Joseph Derenthal (*Eissen) vakant Kulturkampf in Preußen
1887 – 1893 Wilhelm Butterbrodt (*Rietberg)
1893 – 1913 Carl Tempel (‚Steinheim)
1914 – 1936 Capar heinemann (*Remblinghausen)
1936 – 1952 Heinrich Lissy (*Hamburg)
1953 – 1974 Wilhelm Heide (*Bochum-Höntrup)
1975 – 1995 Walter Hussock (*Olpe)
1995 – 2006 Norbert Vollmer (Lippstadt)
2006 – heute Pfr. Joh. Wichers, Atteln, Pfarrverbund- Leiter un. Pastor Markus Berief, Kleinenberg
Kleinenberg, Im Mai 2009 – H.-G. Borgmeier WBA u. OH





