Familientreffen bei der Muttergottes
Lourdes-Pilger bereiten sich bereits auf das nächste Jahr vor
Lourdes-Pilger bereiten sich bereits auf das nächste Jahr vor Kleinenberg: Zu einem ganz besonderen Nachtreffen kamen jetzt die Pilger der vorösterlichen Lourdes-Wallfahrt der Malteser zusammen, Sie trafen sich bei der Muttergottes in Kleinenberg.
In den Tagen rund um Palmsonntag waren sie mit den Maltesern aus der Diözese Paderborn in Lourdes gewesen. Jetzt gab es für die große Pilgergruppe die Einladung zum Nachtreffen. Das fand, wie bereits für die Lourdesfahrer lange Tradition ist, ebenfalls bei der Muttergottes statt. In Kleinenberg waren dazu rund 90 Pilger am Sonntag zusammengekommen. Dort trafen sie zusammen mit den Teilnehmern der diesjährigen Schützenwallfahrt.
Von der Pfarrkirche aus waren die Malteser gemeinsam mit den Vertretern der rund 20 Schützenvereine zur Wallfahrtsbasilika gezogen. Im dortigen Gottesdienst, den Pfarrer Stefan Stratmann für die Pilger hielt, begleiteten neben der Schützenkapelle auch die Malteser mit ihrer Wallfahrtsmusikgruppe den Gesang. Stratmann predigte sehr eindringlich über die Zeit und stellte jeden der Mitfeiernden vor die Frage, was er mit seiner Lebenszeit anfange und wie er sie gestalte.
Nach der Prozession, bei der die Malteser mit ihrer Diözesanleitung aus Dr. Wolf van Lengerich und Stephan Graf von Spee mit ihrem Banner zum Hohen Kreuz mitgingen, kamen die Pilger im Heimathaus zum Mittagessen zusammen. Die Malteser-Küche aus Altenbeken hatte sich um das Mittagessen und die örtliche Katholische Frauengemeinschaft um den anschließenden Kaffee und Kuchen gekümmert. Neben der Rückschau auf die gelungene Wallfahrt schauten die 90 Pilger dabei auch bereits nach vorn: Die nächste Wallfahrt der Malteser nach Lourdes findet statt vom 29. März bis 4. April 2012. Sie wird dann begleitet von Weihbischof Manfred Grothe. Der Abschluss des Pilgertreffens fand dann mit einer kurzen Andacht in der Wallfahrtsbasilika statt, die starken Regenfälle machten einen Besuch der Grotte unmöglich.
Das Marienwunder von Kleinenberg geht auf eine Legende des frühen Mittelalters zurück. Ein Schäfer fand ein hölzernes Bild Marias mit Jesus auf dem Arm. Dreimal brachte er das Bild zur Pfarrkirche in das nahe gelegene Städtchen Kleinenberg, dreimal kehrte die Muttergottes wie von Zauberhand an ihren Fundort auf der grünen Wiese zurück. Erst wurde ihr zu Ehren eine kleine Holzkapelle errichtet, nun steht dort seit Jahrhunderten die barocke Wallfahrtskirche. Im Hochaltar befindet sich das gotische Gnadenbild „Helferin vom Berge“.





